Nur was für reiche Säcke ohne Datenphobie: Sex chatten!

Nur was für reiche Säcke ohne Datenphobie: Sex chatten!

Juni 17, 2020 0 Von highheel

Ja, erwischt, ich gebe es zu! Sex chatten ist geil. Ich mag es, mit einer süßen Maus versaute Texte zu tauschen. Es gibt auch die gleichnamige Seite: sexchatten.de. Aber die fand ich nicht geil. Meine Meinung: Seitenbetreiber ConnectMedia aus Eindhoven versucht es hier mit einer alten, abgenudelten Masche. Zielgruppe: Männer wie ich, die ohne Anlaufzeiten, mit Frauen über das Kamasutra philosophieren oder einfach über puren Sex chatten wollen.

Ich glaub’, ich träume: so viele willige Weiber.

Ruck-Zuck angemeldet. Sofort sind scharfe Fotos von Mädels zu sehen, die auf mich warten… Nach Anmeldung erhalte ich einen „Credit“ kostenlos – wie großzügig. Gleich eine scharfe Braut angeklickt und was „nettes“ geschrieben. Noch bevor Nr. 1 antwortet, kommt Post von Braut Nr. 2. Schnell eine Antwort getippt… Und dann die harte Realität von sexchatten.de! Um eine weitere Nachricht abzuschicken, muss ich „Credits“ kaufen. Stückpreis: 1,25 – bei Großabnahme 0,95 Euro. Da hat’s mich vom Sofa g’hauen.

Kundenfreundlich geht anders.

Der Oberhammer kam aber beim Blick in die AGB. Da steht, dass es hier „Entertainmentprofile“ gibt. Das bedeutet (ist ja kein Videochat), ich flirte womöglich mit einem ausgebeuteten, bierbäuchigen Pickelnerd. Der bekommt sicher nur ein paar Cent, während ich pro Chatnachricht ‘nen Euro bezahle. Übel: Teuer gekaufte aber nicht genutzten „Credits“ verfallen ersatzlos nach 90 Tagen. Noch übler: Ich willige mit meiner Anmeldung ein, dass alle meine Daten, IP-Adresse und „Sexuelle Vorlieben und Interessen“ an Geschäftspartner weitergegeben werden und mich diese anrufen oder sonst wie werblich belästigen dürfen!

Jetzt lösche ich diese Website aus meinem Gedächtnis und rufe eine gute alte 0190-Nummer an.